| Intercultural Interaction Problems |
| An Analysis from the Perspective of New Institutional Economics |
Schlüsselwörter:
Interkulturelles Management, Neue Institutionenökonomik, Kultur, Informationsasymmetrie, Kulturelle Interaktionsprobleme, Interkulturelles Training
Sachgruppe der DNBAbstract
Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen und Erscheinungsformen kulturbedingter inter-individueller Interaktionsprobleme auf Basis von Konzepten der Neuen Institutionenökonomik zu analysieren und darauf aufbauend Strategien zur Lösung dieser Probleme zu entwickeln. Einführend wird dargestellt, wie sich Kultur im Theoriekomplex der Neuen Institutionenökonomik verorten lässt (Teil I). Dazu werden die Ansätze bekannter NIÖ-Vertreter zum einen in exogene oder endogene Kulturpositionen unterschieden. Zum anderen wird untersucht, inwiefern, in Anlehnung an das Hempel-Oppenheim-Schema, Kultur als explanans oder als explanandum konzeptionalisiert wird. Um die Wirkung der kulturellen Sozialisation auf individuelles Handeln aufzuzeigen, wird in Teil II ein Handlungsmodell entwickelt, das sowohl psychologische (exogene und endogene), als auch vertragstheoretische (exogene und endogene) Elemente enthält. Wie sich das in diesem Modell illustrierte, (exogene) kulturelle Referenzsystem individueller Akteure in multikulturellen Interaktionen auswirkt, wird in Teil III informationstheoretisch analysiert. Über die Unterscheidung von Problemursachen (Informationsproblem erster Ordnung) und dessen Wirkungen (Informationsprobleme zweiter und dritter Ordnung) lassen sich dann unterschiedliche Arten von Koordinations- und Anreiz- bzw. Opportunismusproblemen definieren. In Teil IV wird der Frage nachgegangen, unter welchen Bedingungen individuelle Akteure in der Lage sind, kulturbedingte Interaktionsprobleme zu diagnostizieren. Mit Hilfe der kulturellen Informationsmatrix werden die Fähigkeiten der an einer multikulturellen Interaktion beteiligten Akteure zur Diagnose von Anreiz- und Koordinationsproblemen sowie von Opportunismusproblemen in verschiedenen Informationsszenarien analysiert. Schließlich werden in Teil V vier Basisstrategien (das Schließen, Umgehen, Nutzen und Ignorieren) zum Umgang mit kulturbezogenen Informationslücken vorgestellt und anhand praktischer Instrumente konkretisiert. Einen Entscheidungsleitfaden für die Auswahl einer geeigneten Strategie bietet die Strategieheuristik. Die praktische Anwendbarkeit der Informationsmatrix sowie der Lösungsstrategien wird anschließend am Beispiel von Personalauswahlprozessen aufgezeigt.
| Betreuer | Prof. Dr. Birgitta Wolff |
| Gutachter | Prof. Dr. Birgitta Wolff |
| Gutachter | Prof. Dr. Thomas Spengler |
| Upload: | 2008-12-05 |
| URL of Theses: | http://diglib.uni-magdeburg.de/Dissertationen/2007/minpooria.pdf |