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Der Doktorand ist verpflichtet, eine wissenschaftliche Arbeit (Dissertation) schriftlich anzufertigen und das Ergebnis in angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit durch Vervielfältigung und Verarbeitung zugänglich zu machen.
Diese Verpflichtungen stellen eine Einheit im Sinne einer wissenschaftlichen Leistung dar.
In angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich
gemacht ist die Dissertation dann, wenn der Verfasser neben dem für die
Prüfungsakten (des Fachbereichs, der Fakultät) erforderlichen Exemplar für die
Archivierung drei bis sechs Exemplare, die auf alterungsbeständigem holz- und
säurefreiem Papier ausgedruckt und dauerhaft haltbar gebunden sein müssen,
unentgeltlich an die Hochschulbibliothek abliefert und darüber hinaus die
Verbreitung sicherstellt durch:
| Entweder | a) | die Ablieferung weiterer Vervielfältigungen in den Geistes- und in den Gesellschaftswissenschaften höchstens 80 Exemplare, in der Medizin , in der Natur- und den Ingenieurwissenschaften höchstens 40 Exemplare, jeweils in Buch- oder Fotodruck, |
| oder | b) | den Nachweis der Veröffentlichung in einer Zeitschrift, |
| oder | c) | den Nachweis einer Verbreitung über den Buchhandel durch einen gewerblichen Verleger mit einer Mindestauflage von 150 Exemplaren; auf der Rückseite des Titelblatts ist die Veröffentlichung als Dissertation unter Angabe des Dissertationsortes auszuweisen, |
| oder | d) | die Ablieferung eines Mikrofiches und bis zu 50 weiteren Kopien, |
| oder | e) | durch die Ablieferung einer elektronischen Version, deren Datenformat und deren Datenträger mit der Hochschulbibliothek abzustimmen sind. |
Im Fall von a) sind die Hochschulbibliotheken verpflichtet, die überzähligen Tauschexemplare vier Jahre lang in angemessener Stückzahl aufzubewahren.
In den Fällen a), d) und e) überträgt der Doktorand der Hochschule das Recht, im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben der Hochschulbibliotheken, weitere Kopien von seiner Dissertation herzustellen und zu verbreiten bzw. in Datennetzen zur Verfügung zu stellen.
In begründeten Ausnahmefällen kann das zuständige Fachministerium in den Promotionsordnungen Abweichungen von den unter a) und d) genannten Exemplarzahlen genehmigen.
Wird eine Dissertation von einem gewerblichen Verleger vertrieben und wird dafür ein Druckkostenzuschuß aus öffentlichen Mitteln gewährt, ist eine angemessene Anzahl von Exemplaren der Hochschulbibliothek für Tauschzwecke zur Verfügung zu stellen.
der Kultusminister der Länder
in der Bundesrepublik Deutschland
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© 2001 Universitätsbibliothek Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg |
letzte Änderung: 07.02.02 |
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